Dienstag, 14. August 2018

14.8.2018 Canmore - Kootenay NP - Waterton NP


Es geht noch früher: 5 Uhr aufstehen, Koffer packen, verladen und zu den Vermillion Lakes zum Sonnenaufgang fahren. Es sind schon Fotografen da, also Platz suchen, einrichten und warten. Mangels Wolken kommt nicht allzu viel dabei heraus.
Aber der Berg gegenüber wird noch ganz schön rot angeleuchtet.

Mit angeblitztem Fireweed davor macht aber auch Mt. Rundle noch was her.
Auf in den Kootenay NP, durch den Bow Valley Parkway, den wir jetzt ja schon so oft gefahren sind – nie ein Tier gesehen. Heute gleich an zwei Stellen wenigstens ein paar Deers (ohne Fotos). In Kootenay schauen wir uns den beeindruckenden Marble Canyon an. Unten fließt das Wasser türkisblau aus der Schlucht heraus...
... die nach oben hin immer enger und tiefer wird.
500 m geht es u.a. über Treppen bergauf bis zur letzten Brücke über die Schlucht zum Wasserfall.
Da unten steh ich am Wasser - ich bin in den Tarnfarben kaum zu erkennen.
Ich schleiche mich verbotenerweise über den Abgrenzungszaun zur Kante, um einen besseren Blick zu haben....
... das bekommt man nur im Hochformat ganz drauf.
Bei der Weiterfahrt sehen wir den Fluss noch einmal schön türkis.
Es stellt sich kurz danach heraus, dass es hier aktuell brennt. Fast alle weiteren Haltepunkte sind deswegen gesperrt und dichter Rauch liegt über allem. Wir fahren mit Umluft dadurch und sind froh, als wir das Gebiet hinter uns lassen.
Direkt hinter Radium Hot Springs blinkt ein Schaf-Warnschild - und genau da ist auch eins. Die arbeiteten hier mit einem Wildlife Detection System - scheint zu funktionieren.
Er überquert die Straße, was aufgrund der Warnung gut gelingt, und erklimmt auf der anderen Seite den Hang. Das schöne gelbe Herbstgras bildet einen schönen Kontrast zu ihm.
 
Die restliche Strecke ist lang, aber teilweise auch interessant. Wie z.B. diese Hoodoos.

Die Straße geht durch einen Tunnel - auf der Rückseite machen wir dieses Foto.
In Jarray trinken wir einen Kaffee und essen ein Stück Kuchen. Kaum sind wir im Waterton NP angekommen, direkt ein Bear-Jam auf der Brücke über den Fluss. Schnell ein paar Fotos gemacht. Flüsse überquerende und schwimmende Bären sieht man ja nicht so häufig. Das fängt ja gut an.
 
Als er das Ufer erreicht, klettert er den Hang hinauf und verschwindet in einem herbstlichen Aspenwäldchen.
In Waterton gibt es keine Main Street, aber unser Hotel soll doch dort sein. Es ist, wie ich dann anhand der Unterlagen herausfinde, auch in der Main Street, aber in Mountain View, einem Ort außerhalb des Parks, 17 km von der Parkgrenze entfernt. Es handelt sich um eine Tankstelle, einen Gift-Shop, einen Imbiss und – um eine Herberge.
Da habe ich beim Buchen wohl nicht aufgepasst. Das Zimmer ist aber entgegen dem äußeren Anschein tiptop, wohl frisch renoviert. Nach dem Einzug fahren wir zurück in den Park zum Abendessen. Die Rückfahrt gestalten wir im Abendlicht, indem wir alle möglichen Campingplätze abfahren. Der Dunst sorgt für nettes Streulicht.
Dieser "lonlely tree" fiel mir ins Auge:
Im Ort thront das schöne Hotel oben auf dem Berg über allem.
Als wir schon wieder auf der Rückfahrt nach Mountain View sind, sehe ich den Bären wieder. Aber er ist schon weit weg und verschwindet kurz danach in Büschen. Da hilft es auch nicht, dass wir  ihm über die Wiese ein Stück folgen, in der Hoffnung ihn noch zu erwischen.
An unserer Unterkunft geht dann die Sonne unter.
Gute Nacht.

Montag, 13. August 2018

13.8.2018 Canmore - Banff NP


Wer um 20.30 Uhr ins Bett geht, kann auch um 5.30 Uhr aufstehen. Gesagt getan. Kaffee aus der kleinen Maschine im Zimmer (schmeckt gar nicht schlecht) und auf geht es mit ein paar Haferkeksen als Frühstück nach Banff NP zum Johnston Canyon. Da war es in den letzten Tagen  am Tag so voll, dass der ganze Bowvalley Parkway zugeparkt war. Um 7 Uhr bekommen wir aber einen Platz direkt am Eingang. Schön leer ist es noch, so dass wir in Ruhe mit Stativ fotografieren können.
Es sind gerade mal 3 Grad. Fotografierend bewegen wir uns den Johnston Creek hinauf…,
... über den Lower  Fall...,
... und an diversen kleineren Zwischenfällen vorbei...



... mit schönen grünen moosbewachsenen Steilhängen...
… bis zum Upper Fall (nach 2,7 km),...
... an dem eine Seitenwand durch konstante Wasserberieselung gelbe Ablagerungen hat. Sieht fast aus wie im Yellowstone.
Oberhalb des Upper Falls machen wir ein Selbstauslöser-Selfie...
... und dann noch eins ohne störende Objekte.
Da wir nicht wissen, was wir sonst heute mit unserer Zeit anfangen sollen, hängen wir noch 3 km dran und wandern zu den Ink Pots. Es geht mal erst mind. 2 km nur bergauf – puh!
Dabei begegnen wir einer kleinen Gruppe Sprouce Grouse. Eine fliegt hoch in den Baum.
Der letzte km dann bergab zu dem Tal. Hier der Blick von oben herab.
Hier gibt es türkisfarbene Wasserquellen, mehrere Tümpel nebeneinander. Ink Pots halt. Hier ist endlich mal Gelegenheit, den Polfilter auszuprobieren, den wir noch nie benutzt haben.

 

Im Wasser bilden sich Strukturen, ....
... und da, wo Wasser ausströmt, entstehen Sandaufwerfungen, fast wie kleine Vulkane (kommt auf dem Foto nicht zur Geltung). Dann die ganzen 3 km wieder zurück bis zum Upper Fall und weitere 2,5 km bergab bis zum Parkplatz, an einem Hörnchen vorbei.
Und das alles ohne Verpflegung mit einer angebrochenen Wasserflasche. Da haben wir uns zum High Noon doch mal ein Mittagessen am Fuße des Canyons verdient. Auf dem Rückweg nach Canmore machen wir noch kurz Halt an den Vermillion Lakes und beschließen, morgen zum Sonnenaufgang wieder her zu kommen.
Gegenüber der Vermillion Lakes geht eine Straße hoch in das Skigebiet Norquai. Wir erkunden die Straße für  einen abendlichen Besuch. Zurück in Canmore trinken wir auf unserem Zimmer im Drake Inn einen Kaffee und machen Mittagspause. In der Stadt kaufen wir noch etwas Bier und Sprite als Nachschub für die letzten Tage, die vor uns liegen. An dem Eiswagen können wir nicht vorbei gehen. Das ist sozusagen unser Abendessen heute.
Als wir am Abend aufbrechen, schauen wir uns kurz den Bow Valley Trail an, der sich als stinknormale Landstraße herausstellt. Thomas erwischt einen Osprey (Fischadler) im Flug.
Wie geplant schauen wir danach auf dem Norquay-Berg  in Banff vorbei und genießen den Ausblick von oben auf die Stadt.
Wo der Berg nun schon so schön angestrahlt wird prüfen wir am ersten Vermillion-Lake, wie das mit Spiegelung aussieht. Es gefällt  und wir warten, bis die Sonne untergeht und den Berg in Rosa taucht.
Abendliche Kanufahrer als Motiv....
... und eine Entenfamilie, die den See durchquert.
Auf der anderen Seite sieht es auch schön aus.
Ein gelungener Abschluss des Tages.