Sonntag, 5. August 2018

5.8.2018 Riding Mountain NP - Prince Albert


Um 7 ist die Nacht zu Ende. Habe nicht gut geschlafen. Es gibt Kaffee aus der Maschine im Zimmer und einen Blueberry-Muffin dazu. Im leichten Regen fahren wir los, nochmal durch den Park ereignislos nach Norden Hier gibt es alte Aspen-Wälder mit hohen Bäumen, die darunter halb so große Jungbäume beschützen - das ganze an einem Weiher. Idyllisch bei 14 Grad.
Wir haben uns entschlossen, durch den Duck Mountain Provincial Park zu fahren. Auf  der Straße dorthin sitzen immer wieder Greifvögel auf den Strommasten – kaum zu erwischen.
Das Navi muss überstimmt werden, es will uns zum Westeingang schicken. Wir aber durchqueren ihn komplett von Süd nach Nord – was auch angesichts der (sehr guten) Gravel Road seine Zeit kostet. Es ist wenig Verkehr, wir schauen uns jeden der vielen Teiche und Seen genau an. Es gibt jede Menge Bieberburgen – aber meist ist kein Bieber zu sehen. Dafür aber eine kleine Kolonie Cedar Waxwings - sehr schöne Vögel.
Einmal haben wir aber Glück und sehen zu, wie ein Bieber Schilfgras erntet und zu seiner Burg zum Innenausbau oder als Wintervorrat bringt.
Einige Greifvögel sind zu sehen, fliegen aber meist weg, wenn wir Fotos machen wollen. Nur einer bleibt mal sitzen.
Ein großes White Tailed Deer steht in einem Teich – aber bis man das Auto zum Stehen gebracht hat, und zu Fuß dorthin zurück gelaufen ist, ist es längst im Gebüsch verschwunden, wie die anderen Deers auch, die uns begegnen. Besonders schade ist, dass der eine kleine Schwarzbär es sehr eilig hat, die Straße zu überqueren und überhaupt nicht zu erwischen ist.
Wir verlassen den Park, tanken in Swan River gegen 13 Uhr noch mal und trinken einen belebenden Kaffee in der Tankstelle. Jetzt liegt noch ein ganzes Stück  Strecke vor uns. Abseits der vielbefahreneren Straßen geht es nach Barrows über die Grenze nach Saskatchewan. 

Tatsächlich bleiben doch noch ein paar  Deers stehen, als wir sie um ein Foto  bitten. Ich frage mich, ob wir damit dazu beitragen, dass sie beim nächsten mal, wenn ein Auto neben ihnen hält, leichter erschossen werden können?
Ansonsten gibt es noch ein paar schöne gelbe (Raps-?)-Felder.  
Wir sind nach 16.30 Uhr am Best Western Hotel in Prince Albert, tanken noch mal und essen etwas. Hier sind an die 20 Grad. Auch dieses Hotel ist in asiatischer Hand – die Bedienung versteht kaum, was sie uns bringen soll. Aber irgendwie klappt es dann doch mit zwei Bier, Fish & Chips und Shrimps Fettucini Alfredo.
Jetzt noch ein paar Bilder bearbeiten…
 


Samstag, 4. August 2018

4.8.2018 - Winnipeg - Riding Mountain NP

In der Nacht hat es geregnet und sich von 30 Grad bei der Landung auf um die 20 Grad abgekühlt. Wir treffen uns noch kurz mit den anderen zum Frühstück (sehr gut im Restaurant des Nebenhotels) und können unseren Mietwagen, einen brandneuen Jeep Cherokee, um 9.40 Uhr übernehmen (das Foto ist später auf der Fahrt entstanden).
Nun mal erst zum Einkaufen in den Walmart und in den Liquor Store im Canadian Supermarkt, wo wir ein Pack mit Canadischem Craft Beer und endlich eine Flasche Jägermeister erstehen, und dann auf die Piste in Richtung Norden. Es regnet ein wenig unterwegs, aber bei der Weiterfahrt kommt die Sonne heraus und das Autothermometer zeigt zwischen 25-28 Grad - da muss man das Glasdach leider schon mal abdecken, sonst bekommt man noch einen Sonnenstich.
Es geht mal erst nur durch landwirtschaftlich genutzte Flächen, u.a. sind auch Rinderherden zu sehen,...
... dann an der Seeenge "The Narrows" vorbei  und schließlich zum Nordeingang des Riding Mountain NP, wo wir mal erst einen Jahrespass für alle Canadischen Nationalparks erstehen, denn wr werden im Lauf unserer Fahrt  noch durch einige Parks fahren und sparen uns dann die Gebühr für die Tageskarten. Die Straße durch Wald ist zunächst ereignislos, bis kurz vor Moon Lake eine Elchmutter mit Kalb am Straßenrand grast. Die beiden sind so nah, dass man sogar mit dem Normalobjektiv Fotos machen kann.
Sie kreuzen hinter uns einmal die Straße...
... und dann wieder zurück. Sie haben superschönes, glänzendes Fell - unsere ersten Sommerelche.
Wir fahren durch bis zum Hotel, das Elkhorn Resort in Wasagaming, verfrachten die Koffer ins Zimmer und essen um 17 Uhr eine Pizza in der Bar. Danach haben wir nun Zeit für weitere Erkundungen.
Wir fahren kurz nach Wasagaming am Clear Lake hinein zum Tanken und dann die nicht asphaltierte aber gut gepflegte Schotterstraße zum Osteingang. Hier gibt es viele schöne kleine Teiche und Schilfgebiete - aber keine Tiere zu sehen, von ein paar Enten etc. abgesehen.
Auf der Rückfahrt sitzt ein Kaninchen auf der Straße. Es gelingen wenigstens ein paar Fotos bevor es weg hüpft.
Nach 20 Uhr brechen wir ab. Sonnenuntergang fällt wegen Bewölkung auch aus. Morgen soll es früh auf Erkundungsfahrt gehen und wir haben auch eine lange Strecke vor uns.

Freitag, 3. August 2018

3.8.2018 Churchill Exkursion Tag 6 - Winnipeg


Der letzte Tag bricht an – und bleibt ereignislos. Wir müssen bis 10 Uhr die Zimmer räumen und packen unsere Koffer. Die können jetzt noch bei Max im Zimmer stehen, denn unsere Abreise ist ja erst am Abend. Die drei Mädels holen heute noch ihre Zodiak-Tour nach (und haben wohl nicht so viel Glück mit den Belugas), in der  Zeit machen wir die Stadt unsicher und kaufen ein paar Sachen ein. Auch das Museum kann nun mal besichtigt werden, dazu sind wir bisher nicht gekommen. Im Seaport Hotel trinken Thomas und ich einen Kaffee und essen ein Stück  Philadelphia-Kuchen dazu. Nachdem die Mädels von der Zodiak-Fahrt zurück sind, brechen wir zu einer letzten Safari auf – aber die Bären sind unser über und haben sich an ruhigere Orte zurückgezogen. Nach unserer Rückkehr haben wir wieder eine Stunde Pause, bevor Max uns mit einer Collage von Fotos aus den vergangenen 5 Tagen mit Musik unterlegt überrascht. Zum Abendessen im Lazy Bear, zu dem wir noch einmal eingeladen werden, gibt es kein Bier – die schenken dort aus religiösen Gründen nichts aus. Fahrt zum Flughafen, einchecken - die  Mädels bemerken auf einmal, dass sie gar  nicht auf dem heutigen Flug gebucht sind, sondern erst am Sonntag abreisen. Sie können also noch zwei weitere Tage hier verbringen. Wir anderen steigen ohne Sicherheitscheck oder sonstige Formalitäten ins Flugzeug und fliegen im Sonnenuntergang nach Winnipeg. Auf Wiedersehen Churchill!
Der Flug nach Winnipeg ist wegen eines Gewitters etwas ruppig, aber wir landen problemlos, alle Koffer da, und wir 5 gehen gemeinsam zum Hotel. Ich muss noch um den 5 CAD-Gutschein für das Frühstück kämpfen, dann noch duschen und schlafen.

2.8.2018 Churchill Exkursion Tag 5


Nach dem Frühstück schauen wir uns ein Stück einer DVD über den Hundezüchter Brian an, der leider mit Schlaganfall in Winnipeg im Krankenhaus liegt. Dennoch können wir sein Anwesen besuchen, auf dem seine Hunde leben. Als erstes sehen wir dort aber mal erst einen Bald Eagle im Baum sitzen...
...und dann wegfliegen als die Möwen ihn zu sehr ärgern.
Dieser Ort ist eine schöne Location und die Hunde freuen sich über Besuch.
Nicht alle wollen angefasst werden, da versuche ich mit der Trust Technik was zu reißen – aber so lange kann ich gar nicht hocken, wie ich müsste, um damit Erfolg  zu haben. 
Es sind hübsche Hunde...
Auf dem Rückweg halten wir  kurz an dem verlassenen Gebäude mit den Kuppeln. Auch dieses ist schön bemalt.
Im Anschluss versuchen wir nochmal den Bären von gestern zu finden – und entdecken ihn auch unweit der Stelle von gestern.
Er legt sich wieder zum Schlafen nieder und schaut hoch, wenn wir uns mit den Autos bewegen.
Wir finden keine bessere Aufnahmeposition und lassen ihn dann zunächst in Ruhe. Kaum fahren wir ein Stück weg, steht er auf und sucht sich ein ruhigeres Plätzchen.
Nach einer Mittagspause, in der ich eigentlich etwas schlafen wollte, aber wegen diverser Geräuschquellen nicht kann, brechen Natalie und Susanne zu ihrer Kayakfahrt auf, während wir anderen mit Caleb zu der Ebbe-Wanderung zum  Schiffswrack fahren. Wir fahren vorher noch etwas herum und als Caleb den Bären irgendwo sichtet, wollen die Männer dem gerne nachgehen und auf die Wanderung verzichten. Wir Mädels und Thomas ziehen aber los. Nachdem ein Heiden-Aufstand wegen nasser Füße gemacht wurde und Caleb mich mit Müllbeuteln für in die Schuhe versorgt hat, gelangen wir vollkommen trockenen Fußes (über die Steine in den Pfützen hinweg oder mit kleinem Umweg um die Pfützen herum) zum Wrack.
Es ist faszinierend, diesen metallenen Kahn so völlig zerstört und rostig da liegen zu sehen. Wir inspizieren das Innere und das Äußere.

Nach unserer Rückkehr zum Hotel eben Duschen und um 21.30 Uhr bekommen wir unser Abendessen. Ein Wissenschaftler, Rocky, der im Wapusk NP arbeitet, und sein Student Tom stoßen zu uns – Anne hat sie eingeladen. Im Tundra Inn ist es sooo laut, dass Thomas und ich um kurz vor 23 Uhr flüchten. Wir treffen uns alle wieder um 23.30 Uhr und suchen eine Location für das Nordlicht. Rocky und der Student haben Waffen, so können wir auch außerhalb des Ortes stehen – aber wir enden leider an einer Stelle ohne Wasser im Vordergrund. 
Wir warten bis 1 Uhr  -  nichts. Wir wollen gerade aufgeben, als ein kleiner Schimmer am Horizont erscheint und schnell größer wird. Was dann folgt, ist  eine unglaublich schnell bewegte Lightshow, die uns alle fasziniert. Bei 10 Sek. Belichtung verwaschen die Lichter leider etwas, aber es ist immer noch sehr beeindruckend.  Einmal ist auch der Mond mit im Bild.
Teilweise ist der Himmel bis über unsere Köpfe hinaus erleuchtet – da hilft dann nur noch Hochformat.
Mangels Vordergrundmotiv kann man den immer noch verbliebenen Streifen Restlicht am Horizont einbauen.
Wow, da haben wir ja noch mal Glück gehabt!